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Alte Bügelgeräte

In unserem Museum ist keines der ausgestellten Themen so breit gefächert wie das Thema „Alte Bügelgeräte“. Nun eine kleine Bügeleisenkunde zu ein „paar Bügeleisenarten.“


Das Kohleeisen....

Die Entwicklung des Buegeleisenswurde mit glühenden Kohlen gefüllt und beheizt. Die Öffnungen an der Seite sorgten für die nötige Luftzufuhr. Die Asche fiel durch einen Rost auf den Boden der Bügeleisen und konnte durch eine an der Rückwand befindlichen Öffnung entleert werden. Der große Nachteil der Kohleeisen war der Ruß- und Aschenflug und die damit häufige Verschmutzung der frisch gewaschenen Wäsche. Die sich entwickelnden Kohlenoxyde führten zu einer erheblichen gesundheitlichen Gefährdung der Büglerin.

Das Bolzen oder Kasteneisen....

besteht aus einem hohlen vorn spitz zulaufenden Gehäuse aus Messing oder Eisen. An der Rückseite des Bügelkörpers befindet sich eine Öffnung, in die mit Hilfe einer Spezialzange ein zuvor im Feuer glühend gemachter Metallbolzen eingeführt wurde. Die Öffnung wurde um ein Herausfallen des Bolzens zu verhindern, mit einem Türchen, (meist Eisen des 18. Jh.) oder von einem Schieber verschlossen. Bolzeneisen aus Belgien und Nordfrankreich haben meist keinen Verschluss sondern nur einen Schlitz an der Rückseite.

Die Bueglerin

Spirituseisen....

gab es im dem Zeitraum von 1847 - 1949. Das Spirituseisen bestand aus einem abnehmbaren Heizkörper und einem Behälter für Spiritus, der in diesem Heizkörper vergast wurde und im Innern des Bügelkörpers verbrannte. Der Behälterinhalt reicht für ca. 1 Std. bügeln. Als Verbindung zwischen Tank und Brenner diente ein Docht aus Baumwollfäden.

Das Gasbügeleisen....

ca. 1920 kamen bei uns die ersten Gasbügeleisen auf den Markt. Es waren Bügeleisen mit einer großen Öffnung an der Rückseite. Das Bügeleisen wurde mit der Öffnung nach unten auf einen Gaserhitzer gestellt und mit der offenen Flamme erhitzt.

Kinderbügeleisen....

waren nicht nur ein Spielzeug, sondern die Mütter wollten ihren Töchtern schon früh genug die hohe Kunst des Bügelns vermitteln. Es gab wie bei den großen Eisen, alle Typen auch als Kinderbügeleisen

 

 

  • 04-Alte_Buegelgeraete_1Spritus- und Gaseisen 19. Jh. - Bolzenzeisen aus Messing 19. Jh. - Kinder-Bügeleisen, Haubeneisen und Spezialeisen um 1900 für Knöpfe, Knopflöcher und Rüschen
  • 05-Alte_Buegelgeraete_7Bolzeneisen „Ochsenzunge“ aus Messing um 1870
  • 06-Alte_Buegelgeraete_8Plissiereisen „Bügelscheren“, haben sehr große Ähnlichkeit mit Lockeneisen, die zum Kräuseln der Haare verwendet wurden. 19. Jh.
  • 07-Alte_Buegelgeraete_14Glanzbügeleisen, Bügelgeräte zum Glanzbügeln von Vatermörder und Batistblusen 19. Jh.
  • 08-Alte_Buegelgeraete_15Bügeleisenofen mit 6 - 10 Anstellflächen – für Schneider, Wäschereien und Hutmacher - 2. Hälfte 19. Jh.
  • 09-Alte_Buegelgeraete_18Von Hand gestickter Bügelbrett-Bezug um 1900, darüber hängend Spezialeisen - für Knöpfe, Knopflöcher und Rüschen - um 1900